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Hallo liebe Forenteilnehmer,
ich bräuchte dringend etwas Rat und würde mich daher über Eure Hilfe freuen :-)
Ich überlege, eine Umschulung zum Fachinformatiker Systemintegration zu machen. IT-Affinität sowie Erfahrung/Kenntnisse sind bei mir vorhanden, Letzteres vor allem durch private Aneignung, aber in meiner Ausbildung in Mediengestaltung gab es auch ein paar IT-Grundlagen. In der Medienbranche wird das nichts bei mir, ich habe derzeit auch keinen Job, aber da ich gern mit PCs, Daten und Technik umgehe und beruflich eine neue und passendere Qualifikation haben möchte, dachte ich halt, ich geh richtig in die IT.
Nun haben mich aber doch Zweifel überkommen. Ich hab jetzt immer wieder gelesen, dass die Anforderungen und Belastung in der IT-Branche so hoch sind, dass man wirklich sehr sehr viele verschiedene Dinge beherrschen muss (und in Stellenanzeigen zum FiSi kommt mir das auch so vor), dass man als Administrator, außer vielleicht im Inhouse Support (wenn man denn da einen Job findet), unregelmäßige Arbeitszeiten und teilweise sogar 24stündige Rufbereitschaft hat und dass in der IT viele Burnout-Fälle vorkommen. Und man hat ja eine hohe Verantwortung, weil Firmen von der Technik abhängig sind. Außerdem muss man sich ja sehr häufig weiterbilden, ich hab gelesen, oft sogar in der Freizeit, und ich weiß nicht, wie intensiv, häufig und umfangreich der Lernbedarf wäre. Nun habe ich den Eindruck, das könnte doch etwas viel für mich sein - ich möchte keinen Job mit viel Stress (den gibt es zwar überall mehr oder minder, aber kommt ja drauf an, wie und wieviel), keine Burnoutgefahr, ich möchte geregelte Zeiten bzw. muss einfach wissen, wann ich am Stück Freizeit hätte, ich frage mich, ob das viele Weiterbilden tragbar wäre oder in dieser Branche doch sehr viel wäre (obwohl ich mir privat gern Neues bei PC/Technik aneigne, aber das ist eben ohne Zwang und so wie es passt). Außerdem habe ich keinen Führerschein für Kundenbesuche. Überhaupt, wenn ich mir die Stellenanzeigen anschaue, scheinen viele Jobs ja viel Kundenkontakt zu verlangen und viele Jobs aus telefonischer Supporthotline zu bestehen, und sowas mit Dauerhotline möchte ich nicht als Haupttätigkeit. Zuhause schreibe ich zwar gern Script- und Programmcode, aber richtig beruflich muss man da sicher richtig viel auf dem Kasten haben, außerdem bin ich (in variierendem Ausmaß) geräuschempfindlich und speziell beim Programmieren kann das erfahrungsgemäß auf Dauer stören/stressen, wenn ich mit anderen in einem Raum sitzen muss und ungewollte Geräusche um mich herum sind, während ich mir die Codestrukturen vorstell, deswegen dachte ich an FiSi (mit der Option auf Weiterentwicklung in Richtung Programmierung, wenn die Umstände doch mal passend wären). Aber ich hab eh gehört, als FiAe hat man eher nur mit höherer Bildung Chancen.
Meine Fragen an Euch sind nun, ob diese Einschätzungen bzgl. der IT-Branche so realistisch sind oder nur teilweise vorkommen, was Ihr zu diesen Punkten sagen könnt, ob die IT-Branche trotz meiner Affinität dann tatsächlich nichts für mich wäre oder ob es auch passende Jobs/Zweige in der IT gibt, eher ruhig, weniger überfordernd und mit geregelten Zeiten, bei denen man trotzdem direkt mit PCs/Daten/Technik arbeitet, und wenn es das gibt, was wäre das denn so und findet man das oft? Und kann man davon dann normal leben? Außerdem: Hat man als Umschüler in der IT überhaupt eine Chance? Und wie gut muss man in Mathe sein (ich war da in der Schule nicht gut, derzeit frische ich Mathe in Eigenregie auf und es geht schon besser)? Und stimmt es, dass man vom FiSi zur Not, wenn alles nicht klappt, mit einer kleinen Weiterbildung auch gut in einen Bürojob wechseln könnte, leichter als von etwas Kaufmännischem zur Technik? Oder am besten lieber gleich was anderes anstreben? Ich habe übrigens nur Realschulabschluss und bin 32.
Es gibt auch bis auf die schulischen Bildungsanbieter anscheinend auch keine kostenlosen Beratungsstellen, die sich gut auskennen und mir gut weiterhelfen können. Bei den Bildungsanbietern, die IT-Umschulungen anbieten, habe ich schon Gespräche gehabt und auch Eignungstests mitgemacht mit dem Ergebnis, dass ich geeignet wäre, doch in Tests wurde ja nur Fachliches getestet. Und den Gesprächen traue ich in manchen Aspekten auch nur mit Vorsicht, da sie letztendlich ja Teilnehmer wollen.
Ich bin seit geraumer Zeit am Recherchieren und Grübeln, neuerdings auch schon quer durch andere Berufe, aber ich weiß einfach nicht weiter und wie ich das nun einschätzen soll, da wäre Hilfe halt toll.
Vielen Dank im Voraus Stern
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