Berufsausbildung

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Fachinformatiker Systemintegration

Die Auszubildenden lernen, ganze Netzwerke zu planen, installieren, konfigurieren und warten. Wichtig dabei ist, Kontakt zu den Kunden zu halten, was eine gewisse Kommunikationsstärke voraussetzt.

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Eignung

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IT-Tests

Finden Sie heraus, welche Berufsrichtung am besten zu Ihren Interessen und Eignungen passt. Wir haben für Sie einen allgemeinen und einen IT-Eignungstest zusammengestellt.

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Porträt: Fachinformatiker Systemintegration
Matthäus Banach
Alter:

Beruf:


Unternehmen:


Branche:

Fachbereich:

Arbeitsort:
26 Jahre

Fachinformatiker Systemintegration (Einsatz als Systemadministrator)

Materna GmbH Information & Communications

Informationstechnologie

interne IT-Abteilung

Dortmund
Video
Matthäus Banach sorgt in der internen IT-Abteilung dafür, dass die eingesetzte Technik einwandfrei funktioniert. Mit einem Klick auf das Bild startet das Video.

Fragen zum Beruf:
Was fasziniert Dich an der IT-Technik?
Die IT ist ein sehr großer Bereich. Wer kann sich heutzutage schon ein Leben ohne Handy, E-Mail oder Fernsehen vorstellen? Überall um uns herum kommt IT zum Einsatz, um uns das Leben zu erleichtern. Da es so viele unterschiedliche Einsatzformen der IT gibt, gibt es in diesem Bereich sehr viele verschiedene Aufgaben und Herausforderungen sowie viele Möglichkeiten sich zu entwickeln.

Wie kam es dazu, dass Du Dich für die IT-Branche entschieden hast?
Ich hatte schon immer Interesse an der Informatik, daher stand für mich früh fest, dass ich in diesem Berufsfeld tätig sein möchte. Neben der reinen Benutzung eines Computers hatte mich schon immer interessiert, was da eigentlich im Hintergrund noch alles passiert und wozu man einen Computer eigentlich einsetzen kann. Da an unserem Gymnasium auch ein Leistungskurs in Informatik angeboten wurde, konnte ich schon früh tiefer in die Materie hineinschnuppern und da habe ich festgestellt, dass ich Spaß daran habe.

Und warum hast Du den Beruf des Fachinformatikers Systemintegration gewählt?
Weil er praxisnah ist und ein großes Aufgabenspektrum bietet. Während man z.B. als Fachinformatiker Anwendungsentwicklung einen Großteil der Zeit an seinem Arbeitsplatz verbringt, wollte ich einen Beruf, in dem ich nicht nur an meinen eigenen Schreibtisch gebunden bin. Dies habe ich durch meine Berufswahl auch gut erreicht. Neben der Arbeit an meinem Schreibtisch bin ich auch im Rechenzentrum tätig, helfe Anwendern vor Ort oder fahre zur Unterstützung auch an unsere Standorte. Gerade in meinem Berufsfeld ist es möglich, sich in viele verschiedene Richtungen zu entwickeln. Neben dem Einsatz als Systemadministrator kann man nach der Ausbildung z.B. auch als Netzwerkadministrator, Consultant oder Trainer tätig werden.

Beschreibe bitte drei bedeutende Tätigkeiten eines typischen Arbeitstages.
Ich schaue zuerst, was an neuen Anfragen per E-Mail eingegangen ist. An Spitzentagen bekomme ich über 50 Mails pro Tag – ein Teil davon ist von unseren Mitarbeitern, ein weiterer Teil sind automatische Statusmails, mit denen unsere Server uns auf Probleme und Ereignisse hinweisen. Ebenso kümmere ich mich um aktuelle Projekte (wie z.B. eine Serverinstallation oder das Update unserer Softwareverteilung) und versuche diese abzuarbeiten. Häufig kommt es auch vor, dass mich Anwender direkt anrufen. In dem Fall versuche ich ihnen direkt zu helfen.

Wo liegen die Schwerpunkte Deiner Arbeit?
1. Benutzersupport
Wenn ein Benutzer eine Frage oder ein Problem mit seinem Rechner hat, kann er unserer Hotline sein Problem schildern. Diese leitet die Anfrage dann an diejenigen Mitarbeiter weiter, welche sich mit dem Thema am besten auskennen. Ich schaue daher regelmäßig, ob neue Anfragen eingetroffen sind, und versuche diese entweder via telefonischer Unterstützung zu beantworten, oder den Fehler über eine Fernwartung von meinem Rechner aus zu beheben. Sollte das nicht möglich sein, so löse ich das Problem dann zusammen mit dem Anwender vor Ort.
2. Serverkonfiguration
Wenn in unserem Unternehmen ein neuer Server benötigt wird, so kläre ich vorab mit der entsprechenden Fachabteilung, welche Eckdaten dieser aufweisen sollte. Ich stelle dann anhand dieser Daten einen Server zusammen und lasse diesen bei unseren Zulieferern bestellen. Wenn der Server bei uns in der Firma eingetroffen ist, bereite ich ihn vor, indem ich die benötigte Grundsoftware aufspiele und unsere Serverüberwachung einrichte. Auch während der Laufzeit des Servers bin ich für ihn zuständig, z.B. wenn dieser ein Hardwareproblem aufweist. Hier eröffne ich eine Störungsmeldung beim Hersteller und behebe den Fehler zusammen mit einem Techniker vor Ort.
3. Softwareverteilung
Bei uns im Hause gibt es eine Softwareverteilung, die uns Administratoren viel Arbeit abnehmen kann. Statt einen PC wie ein Discjockey mit den verschiedenen Software-CDs zu installieren, läuft dies bei uns teilautomatisch ab. Wenn ein Anwendernotebook bei uns eintrifft, tragen wir in der Eingabemaske unserer Softwareverteilung nur ein, welche Software auf dem Gerät installiert werden soll und starten das Notebook einmal in unserem Netzwerk. Hier holt es sich dann selbst die entsprechende Software aus unserer Softwareverteilung, so dass wir nach wenigen Stunden ein vollinstalliertes Notebook vorfinden, welches wir einem Mitarbeiter direkt in die Hand drücken können, ohne auch nur eine einzige CD eingelegt und sich durch die verschiedenen Setupdialoge durchgeklickt zu haben.

Zusammen mit einem Arbeitskollegen pflege ich diese Softwareverteilung, damit unsere Administratoren immer ein lauffähiges und aktuelles System vorfinden.

In welcher Form beschäftigst Du Dich auch in der Freizeit mit IT?
Wie bei fast allen in diesem Beruf ist IT auch ein Hobby. Daher halte ich mich auch privat up to date, welche neuen Entwicklungen es in der IT-Branche gibt. Ebenso probiere ich auf meinem Heimserver gerne neue Software aus oder stelle kleinere Netzwerke nach.

Welche weiteren Hobbys hast Du?
Ich fahre gerne Kart, gehe ins Kino oder unternehme etwas mit Freunden.

Was macht Dir bei Deinem IT-Beruf am meisten Spaß?
Es gibt jede Woche neue Herausforderungen. Man kann nie „alles gesehen haben“ – immer wird man vor neue Herausforderungen gestellt. Neben dem technischen Sachverstand erfordert das auch die entsprechende Kreativität.

Welches war das bedeutendste Ereignis oder Projekt in der jüngsten Vergangenheit?
Der Abschluss meiner Ausbildung. Ich habe mich hierfür sehr angestrengt und am Ende das erreicht, was ich mir vorgenommen hatte – einen guten Abschluss und die Übernahme in meiner Abteilung.

Was sind Deine beruflichen Ziele?
Ich studiere bereits seit einiger Zeit neben der Arbeit und möchte demnächst einen Universitätsabschluss in Informatik erwerben.

Empfehlungen für Neueinsteiger:
Was erwartet Berufseinsteiger
a) in der Berufsschule?

Eine große Vielfalt an neuen Informationen – neben herausfordernden Fächern, in die man viel Energie und Ausdauer stecken muss, gibt es aber auch Fächer in denen dies zumindest mir leichter gefallen ist (z.B. in Religion und Deutsch). Generell kriegt ihr in der Berufsschule einiges an theoretischem Hintergrundwissen beigebracht, könnt einiges davon aber auch direkt bei Testaufbauten anwenden.

b) am Ausbildungsplatz?
Am Arbeitsplatz habt ihr endlich die Möglichkeit all das Wissen, das ihr euch sowohl in der Berufsschule als auch privat angeeignet habt, in die Tat umzusetzen. Hier werdet ihr dann auch merken, dass zum Verständnis und zum Lokalisieren von Fehlern in Netzwerken Hintergrundwissen unersetzlich ist. Am Ausbildungsplatz lernt ihr viele neue Aufgaben, Verantwortung und jede Menge Praxis kennen.

Was hat Dich an der Ausbildung positiv und negativ überrascht
a) in der Berufsschule?

Positiv überrascht hat mich, wie einfach es an unserer Berufsschule war, die Räume der Schule auch nach Schulschluss nutzen zu dürfen. Wir hatten uns gerade in der Anfangszeit in einem kleinen Kreis getroffen und haben dort die Inhalte des IT-Systeme-Unterrichts wiederholt. Ebenso kam ich mit den Lehrern gut zurecht und konnte als Klassensprecher zwischen Ihnen und den Mitschülern vermitteln.
Schade fand ich, dass die Themen in der Berufsschule zu einem großen Teil so vorgegeben sind, dass wir eine eigentlich angestrebte Cisco-Zertifizierung leider nicht ablegen konnten, da noch viele andere Themen auf dem Lehrplan standen.

b) am Ausbildungsplatz?
Ich fand es schön, dass mir in meiner Abteilung stufenweise immer komplexere Aufgaben mit immer mehr Verantwortung übertragen wurden. Es wurde auf viele meiner Bedürfnisse eingegangen.

Was kannst Du zu Prüfungen an der Berufsschule sagen?
Es lohnt sich immer, sich ältere Klausuren eines Lehrers für die Vorbereitung zu besorgen. Diese sind zwar meist nicht identisch mit der Prüfung, die ihr schreibt, aber zumindest gewöhnt man sich an die Art der Fragestellung des jeweiligen Lehrers.

Abschließend beschreibe bitte in zwei, drei Sätzen Deine Empfehlung für Neueinsteiger.
Macht Referate - wenn ihr kein Problem damit habt, vor der Klasse zu stehen, könnt ihr so immer ein wenig Boden in der Berufsschule gut machen. Für viele Fächer, in denen man viel auswendig lernen muss, lohnt sich das Karteikartensystem – diese Art des Lernens ist mittlerweile schon mit einigen Freewareprogrammen möglich. Auf Stift und Papier kann man so meist verzichten.

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